Wie kann man mit dem Tretroller von der Spindelbaude nach Prag fahren

18. Juli 2015 08:25

Drei mutigen Männer mit großartigen Tretrollern. 241 Kilometer nur in einem Tag! Strecke – einfach brutal: von Spindlerbaude nach Prag. Der Entschluss war groß! Ein erfahrenes Team, das uns begleitete, war unsere Versicherung!

So verlief die Reise der tapferen Tretroller-Fahrer: Tomáš Possum, Jan Hlad, Ladislav Bláha, die mit ihren Maschinen am Freitag 10.7.2015 aus der Spindlerbaude in Riesengebirge nach Prag fuhren. Und wie begann die Reise eigentlich? 

Les Kr--lovstv-- (1)  Doprovodn-- vozidlo (2)

„Am Frühlingsanfang dieses Jahres traf ich am Spazierfahrt Honza Hlad. Er fährt den roten
Morxes Vendeta Sport und seine Ambitionen bestehen in Ferne und Ausdauer. In ähnlichen Aktivitäten finde ich auch Vergnügen und zusammen haben wir schon mehrere Ausflüge unternommen. Daneben hetzen wir auch auch einander.“ So erklärt Tomáš.
Der ursprüngliche Plan war die Strecke aus Špindlerův Mlýn (Spindlermühle) nach Prag in zwei Tagen mit der Bagage und Übernachtung in Hradec Králové zu fahren. Wir trainierten sehr leicht, fuhren nur etwa fünfzig, dann ein Hundert Kilometer, dann die Jizerská Padesátka (oder auf deustch „Isergebirgslauf“ – ein Skimarathon), jedoch am Tretroller. Honza fuhr dann im Rahmen des Trainings die Strecke Pilsen – Prag. Zuletzt mangels Zeit wurde der Plan zu einer eintägigen Reise überarbeitet. Der Tag X wurde bestimmt, und so der 10.7.2015.

Am Wochenende vor der Reise erkrankte ich an einer Grippe, also das war Fieber und Husten und zusätzlich (wie schön) am Donnerstagmorgen den 9.7. knackte mir im Rücken. Morgens um sechs Uhr laden wir die Tretroller auf meinem Arbeitsplatz ein und holen die Begleiter und Láďa Bláha ab – den dritten Mitglied, der in letzter Minute an den Ausflug Interesse zeigte.

In der Berghütte essen wir ein sehr gesundes Abendbrot – den Schweinebraten mit Sauerkraut und trinken zwei Bernard dazu. Dann suchten wir ein nicht-bestehendes Defekt am Vorderrad des Tretrollers von Honza zu finden und vor der Mitternacht gehen wir ins Bett. Am Morgen ist die Weckuhr um 4:50 – eine ideale Zeit. Vor fünf Uhr ist die Kälte bei der Spindlerbaude groß. Wir stellen die Maschinen zusammen, Zuzka und Verča (die Chaufeurinnen des Begleitswagens) sind gerade im Begriff, mit uns nach Špindlerův Mlýn zu fahren und dann für das Auto zurückzukehren. Um fünf Uhr fahren wir los. Zwei Vendeta Sport und ein Ketam Cocon, genannt auch „Žábovka“.

Start na --pindlerovce  ZZZZZima


Der Wind bläst, die Temperatur ist rund fünf Grad über Null und die Kleidung ist schlicht. Die Abfahrt ist ja eine Prüfung. Wir tauen wieder in Vrchlabí auf. Wir fahren weiter durch die Stadt Hostinné fort, auf nach den Damm Les Království bei Dvůr Králové.
Knapp vor dem Damm trennt sich Láďa von uns, der direkt in die Stadt fuhr, ich und Honza
treffen den Begleitwagen, frühstücken wir und fahren weiter.

Später in Dvůr Králové finden wir Láďa und stampfen zusammen am Radfahrerweg um den Schloss Kuks herum und über
Jaroměř und Smiřice in die Kreisstadt. Mit Ausnahme von ein paar Kilometer fahren wir auf einem perfekten Asphalt und die Zeit vergeht rasch. In Hradec Králové essen wir ein rasches Mittagessen, ruhen wir kürzlich aus und dann fahren wir aus Zentrum nach Pardubice.
Die erste Müdigkeit wirkt sich aus und dann erlebten wir ein komisches Intermezzo, als wir in kiesigen Rainen herumirrten.


In der Gemeinde Břehy trinken wir noch ein Bier und fahren wir von Kladruby nach Týnec nad Labem fort, wo wir die Begleiter treffen, und wir füllen Wasser und Essen von ihnen nach. Hinter Lžovice fahren wir aus der Landstraße N. 322 ab, wo die Verkehrsverhältnisse (für einen Radfahrerweg) wirklich schrecklich sind – Schotter, Betonplatten, dann Lehm und zum Schluss die Baumwurzel. Einfach nichts für unsere Maschinen, die für Straßenverkehr geeignet sind.
Durch die Gemeinde Libice umfahren wir diese Hölle bis zum Zusammenfluss von Cidlina und Elbe und von da aus führt ein perfekter Weg, also wir stampfen durch Poděbrady nach Nymburk fort.

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Knapp vor Nymburk meldet uns Honza, dass wir den 200. Kilometer erreicht haben.
In Nymburk treffen wir die Mädel aus Begleiter-Team in einem hervorragenden Restaurant „U Gregorů“ und wir bestellen uns eine Suppe, die uns ein bisschen erfrischte, dann ruhen wir kürzlich aus und bereiten wir für die letzte 40-Kilometer-Etappe nach Prag vor. Der Abend graut langsam, wir machen das Licht und die Blinker an und wir stampfen die letzten Kilometer ab. Die letzte Etappe war wirklich schwierig, die Erschöpfung wirkt sich wieder aus und die Dunkelheit ist auch nicht ein optimistisches Zeichen. Wir kontrollieren die Ankunftszeit und hetzen sich wieder einander, dass wir die Reise hätten verlängern können, um 250 Km zu erreichen. Die Städte Čelákovice und Zeleneč wahrnehme ich nicht so viel. Wir fotografieren uns bei dem Schild Prag und die letzten neun Kilometer lassen wir bleiben. Wir kommen in Horní Počernice an, wo uns die Mädchen abholen und mit uns nach Hause fahren.


Wir haben es geschafft!!! Nächsten Morgen stehe ich sehr streng auf und es dauert mindestens eine Viertelstunde, bevor ich mich die Socken anziehe.

 

Ich möchte mich sehr bei Zuzka und Veronika herzlich bedanken für die perfekte Unterstützung und Begleitung. Ich danke auch Honza und Láďa für die freundliche Gemeinschaft während der Reise. Und ich danke auch unseren Tretrollern dafür, dass sie die Reise aushielten.

 

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